Solar Terrassendach – Was gibt es zu beachten

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Aufgrund der stark ansteigenden Strompreise in den letzten Jahren, spielen viele Hausbesitzer mit dem Gedanken eigene Solarmodule zu installieren. Mittlerweile setzen viele Haushalte auf Solarstrom vom eigenen Dach – mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen. Neben Modulen auf dem Dach sind Solar Terrassendächer auch immer beliebter geworden. Allerdings gibt es beim Bau im Vorfeld einige Dinge zu beachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Terrassendächer mit Solarmodulen sind zu Beginn sehr teuer.
  • Die Solarmodule müssen während der Nutzung sauber sein.
  • Für den Erfolg der Anlage ist ein passender Standort absolut fundamental.
  • Die Montage ist sehr aufwendig und sollte daher nicht leichtfertig durchgeführt werden.
  • Je nach Bundesländern braucht der Haushalt eine entsprechende Genehmigung.

Hohe Kosten zu Beginn

Viele Menschen wünschen sich heutzutage eine gewisse Unabhängigkeit von dem öffentlichen Stromnetz. Um diese zu erlangen, müssen Hausbesitzer jedoch zunächst tief in die Tasche greifen: Für ein normalgroßes Solarterrassendach mit 2,5 kWp kommen bereits fast 18.000 Euro zusammen. Das Dach ohne eine Photovoltaikanlage kostet mittlerweile um die 3000 Euro.

Die Kosten des eigentlichen Terrassendaches hat der Hausbesitzer dann durch die Nutzung von Solarstrom in vier Jahren gespart. Allerdings kann es bis zu 20 Jahre dauern, bis sich die komplette Investition auszahlt.

Diese Rechnung geht nur auf, wenn sich der Hausbesitzer dazu entschließt, die Stromerzeugnisse über ein Speicher selbst zu nutzen. Eine Einspeisung in das Stromnetz verringert zwar die eigene Stromrechnung, aber aufgrund der steigenden Strompreise ist dieses Vorhaben eher unattraktiv.

Generell hat jeder ein Anrecht auf eine Einspeisevergütung bei Solaranlagen. Allerdings gilt das bei einer Solar Terrassenüberdachung nur bedingt, da diese ein fester Teil des Hauses sein müssen.

Reinigen der Solarmodule

Solaranlagen brauchen eine saubere Oberfläche, um verlustfrei Strom erzeugen zu können. Den größten Schmutz wäscht der Regen ab. In trockenen Gegenden jedoch legen sich schnell Staubfilme auf die Solarmodule, sodass der Wirkungsgrad schnell nachlässt. Gibt es in nächster Zeit keinen Regen, sollten die Besitzer ihre Anlage mit etwas Glasreiniger und einem weichen Schwamm reinigen.

Der richtige Standort

Für das Gelingen des Solar-Projekts muss der Standort gute Voraussetzungen aufweisen. Da die Terrasse meist in der Nähe und auf der Höhe des Gartens steht, passiert es schnell, dass Hecken, Bäume und andere hohe Pflanzen ungewollten Schatten werfen. Das verringert den Wirkungsgrad der Module um ein Vielfaches.

Des Weiteren arbeiten die Module effizienter, wenn das Dach um 30Grad geneigt ist. Entscheidet der Hausbesitzer sich für ein gerades Dach, muss er mit einer geringeren Leistung von fast 15 % rechnen.

Um wirklich Top-Bedingungen zu schaffen, lohnt es sich, die Terrasse nach Süden hin auszurichten. So kann die Anlage zu jeder Tageszeit die Sonnenstrahlen einfangen und Strom produzieren.

Aufwendige Montage

Grundsätzlich ist es möglich, sich einen Bausatz für die eigene Montage liefern zu lassen. Für die Installation werden 2 Personen benötigt und der Heimwerker sollte fachspezifisches Wissen besitzen.

Wichtig: Schäden, die im späteren Verlauf entstehen, werden bei einer Selbstmontage nicht von der Versicherung übernommen. Ein häufiges Problem bilden absinkende Fundamente, die dann dafür sorgen, dass die Module brechen. Darüber hinaus kann dieses Ereignis einen Brand auslösen und so den Schaden immens vergrößern.

Ohne Baugenehmigung geht nichts

Baurechtlich betrachtet, ist eine Terrassenüberdachung ein Außendach. Dabei existieren je nach Bundesland unterschiedliche Gesetze. Generell spielt die Tiefe der Überdachung in das Grundstück und die Gesamtfläche eine wichtige Rolle. Hinzu kommen öffentliche und private baurechtliche Auflagen.

Wenn der Hausbesitzer sich dazu entscheidet, das Solar-Terrassendach bauen zu lassen, übernimmt die jeweilige Firma meist die Antragstellung für den Kunden.

Fazit

Solar-Terrassendächer sind längerfristig betrachtet eine rentable Entscheidung. Allerdings müssen die Voraussetzungen fast alle stimmen, damit das Projekt gelingt. Auf jeden Fall sollte der Hausbesitzer sich vor dem Bau gut informieren, um ungewollte Ereignisse zu vermeiden. Sind die Bedingungen günstig, steht einer effizienten Solar-Terrasse nichts mehr im Weg und die Besitzer werden an den Stromerzeugnissen lange Freude haben.