Portugiesischer Kirschlorbeer

Portugiesischer Kirschlorbeer
Foto: nahhan / depositphotos.com

Portugiesischer Kirschlorbeer ist ein Strauch, der zur Familie der Rosengewächse gehört. Er wird auch Portugiesische Lorbeerkirsche genannt, aber auch als Portugiesischer Lorbeer ist er bekannt. Der lateinische Name ist Prunus lusitanica Angustifolia. Heimisch ist er in Portugal und Spanien sowie auf den Kanaren, den Azoren und auf Madeira.

Um eine Hecke anzulegen, ist dieser Strauch sehr gut geeignet. Er kann mehr als drei Meter hoch werden. Dies geschieht aber hierzulande nur im Weinblauklima. Sonst muss mit einer Höhe von maximal zwei Meter gerechnet werden. Der Strauch wird ein bis zwei Meter breit. Die hohe Blattdichte sorgt für einen guten Sichtschutz.

Blätter, Blüten und Früchte

Die Blätter des Portugiesischen Kirschlorbeers sind klein und schmal. Sie ähneln dem echten Lorbeer sehr, vor allem aus einer gewissen Distanz ist ein Unterschied kaum zu erkennen. Im Mai und Juni sind eine Vielzahl von weißen Blütentrauben zu sehen, die kleinen, schwarzen Früchte entstehen im Sommer. Die Trauben mit den Blüten sind 12 bis 15 Zentimeter lang und verbreiten einen angenehmen, leichten Honigduft, die von Bienen und anderen Insekten gerne beflogen werden.

Vermehrt werden die Sträucher mit 15 Zentimeter langen Stecklingen. Diese werden in Schalen in Anzuchterde gesteckt und nach dem Gießen mit einer Haube abgedeckt. Bis die Stecklinge aber Wurzeln bilden, kann es bis zu drei Monaten dauern. Die Blätter der Stecklinge können bis auf die Hälfte eingekürzt werden. So benötigen sie weniger Platz in der Anzuchtschale.

Die Standortwahl und der Kauf der Pflanzen

Die Pflanzen bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, vertragen aber auch Orte mit mehr Schatten. Der Boden sollte gut wasserdurchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet. Das kann dazu führen, dass die Wurzeln beginnen zu schimmeln und die Pflanzen in Folge dabei sogar eingehen können. Auch sollte die Erde am Standort nicht zu sauer sein. Sonst stellt der Portugiesische Kirschlorbeer an den Boden keine besonderen Anforderungen.

Portugiesischer Kirschlorbeer gilt als winterhart, obwohl er ursprünglich aus einer wärmeren Gegend stammt. Die Pflanzen sollten aber vor zu viel kaltem, kaltem Wind und direkter Sonne im Winter geschützt sein. Allenfalls müssen die Spitzen der Sträucher mit Vlies vor der Kälte geschützt werden.

Beim Kauf des Kirschlorbeers werden verschieden große Pflanzen angeboten. Natürlich steigt der Preis mit zunehmender Größe des Kirschlorbeers. So kann der Käufer aber selber entscheiden, wie hoch die Hecke beim Anpflanzen sein soll. Sind die Pflanzen weniger als einen Meter hoch, werden vier Pflanzen pro Meter benötigt, bei größeren Pflanzen reichen drei Pflanzen pro Meter. Es ist ebenfalls möglich, Portugiesischer Kirschlorbeer zusammen mit anderen Heckenpflanzen zu einer Hecke aus verschiedenen Pflanzen anzupflanzen. Das heißt aber nicht, dass ein Portugiesischer Kirschlorbeer nur als Hecke verpflanzt werden kann. Sie macht sich ebenfalls gut in Einzelstellung.

Anpflanzen und pflegen des Portugiesischen Kirschlorbeers

Die beste Zeit den portugiesischen Kirschlorbeer einzupflanzen ist der Frühling. Sobald der strenge Winterfrost abgeklungen ist, können die Pflanzen eingesetzt werden. So sind sie bis zum nächsten Winter gut genug eingewurzelt, um die Kälte schadlos zu überstehen.

Beim Anpflanzen einer Hecke wird am besten mit einer Schnur eine gerade Linie gezogen, damit die Hecke auch wirklich gerade wird. Danach wird ein Graben ausgehoben und die Pflanzen im richtigen Abstand zueinander eingesetzt. Nach dem Zuschütten des Grabes mit Erde, ist ein ausgiebiges Wässern nötig und das Auftragen einer Mulch-Schicht in der der Wurzelregion. Danach benötigt eine solche Hecke nur bei längeren Trockenperioden eine Bewässerung.

Der Portugiesische Kirschlorbeer wächst im Vergleich zu anderen Kirschlorbeersorten eher langsam, etwa 30 bis 35 cm pro Jahr. Das bedeutet, dass ein Formschnitt pro Jahr in den meisten Fällen ausreicht. Dieser sollte im Sommer erfolgen. Durch seine hohe Blattdichte kann dieser Kirschlorbeer sehr schmal zugeschnitten werden. Es ist daher die optimale Pflanze für schmale Hecken, gerade auch in kleineren Gärten. Bei einem Lausbefall helfen umweltschonende Mittel auf der Basis von Rapsöl oder Schmieröl, oder chemische Mittel aus dem Handel.

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