Ob Ameisen, Silberfische oder Kakerlaken – wenn sich Schädlinge einmal eingenistet haben, sollte man das Problem auf keinen Fall ignorieren. Viele Schädlinge vermehren sich mit rasanter Geschwindigkeit. Dem gilt es Einhalt zu gebieten. Achtung, hier gilt: Je länger damit gewartet wird, desto schwieriger wird es, die Plagegeister wieder loszuwerden. Was man tun kann, zeigen wir hier.
Die riesige Welt der verschiedenen Schädlingsarten
Wer kennt das nicht? Da kommt das Kind vom Kindergarten nach Hause und hat sich Läuse eingefangen. Oder es wurde liebevoll ein Salatbeet angelegt, welches dann nachts von Schnecken geplündert wird. Doch wie wird man das Ungeziefer wieder los?
So umfangreich die Bandbreite der Schädlinge ist, so verschieden können die Beeinträchtigungen für uns Menschen sein. Diese reichen von allergischen Reaktionen hin zu schweren Krankheiten. Angesichts dessen sind übrigens Mietwohnungen fristlos kündbar, wenn sie verstärkt von Mäusen „heimgesucht“ werden.
Manche Schädlinge schaden zwar nicht dem Menschen, vernichten aber, wie z. B. der Holzwurm, die Bausubstanz oder die Gartenernte. Auch in diesen Fällen ist eine entschiedene Schädlingsbekämpfung gefragt, ebenso wie bei den Parasiten, die sich von menschlichem Blut ernähren. Diese sind ansteckend, unangenehm und vermehren sich rasend schnell. Anders sieht es bei den sogenannten Lästlingen aus, die keinen Schaden anrichten, jedoch schlicht und einfach unerwünscht sind. Hier muss besonders sorgfältig abgewogen werden, ob der Einsatz von „Chemiekeule“ Sinn ergibt.
Im Bereich der Schädlingsbekämpfung sind also viele verschiedene Aspekte zu beachten. So muss auch berücksichtigt werden, dass der eine oder andere ungebetene Gast unter Schutz gestellt ist oder aber dem Jagdrecht unterliegt. Nachfolgend möchten wir ein paar Beispiele für bekannte Schädlinge und ihre Bekämpfung vorstellen. Wir nennen hier vorzugsweise bewährte Hausmittel, sie halten die Schädlingsbekämpfung Kosten niedrig. Besteht das Problem weiter, kann immer noch ein Kammerjäger hinzugezogen werden.
Ameisen bekämpfen
Ameisen leben unter anderem von den süßen Ausscheidungen der Blattläuse. Aus diesem Grund gehen sie mit ihnen eine Symbiose ein, bei der sie die Läuse melken und im Gegenzug vor anderen Tieren schützen. Diese Unterstützung der Blattläuse ist einer der Gründe, aus denen der Wunsch erwacht, die eigentlich nützlichen Ameisen bekämpfen zu wollen.
Man kann etwa Honig in Wasser auflösen oder aber Zucker in Bier. Auch einfacher, klebriger Obstsirup funktioniert. Diese Cocktails schüttet man dann auf flache Teller und stellt sie in der Nähe der bekannten Ameisenstraßen auf.
Hausmittel gegen Fliegen
Rhizinuspflanzen, die an jedem Fenster aufgestellt werden, hindern Fliegen daran, durch offene Fenster in die Räume zu gelangen. Auch Zitronen, mit Nelken gespickt, helfen auf diese Weise. Bevorzugt sollte man über die an der Schattenseite liegenden Fenster lüften. In der Küche kann man Fliegen bekämpfen, indem man auf der Kochplatte Essig verdampfen lässt.
Kampf gegen Kakerlaken
Kaum eine andere Tierart ist derart anpassungs- und überlebensfähig wie Kakerlaken. Mit Hausmitteln kommt man hier nicht weit. Ein verbreitetes Mittel, um Kakerlaken zu bekämpfen, ist giftiges Borax-Pulver. Alternativ dazu gibt es im Handel fertige, mit Lockstoffen versehene Klebefallen oder Sprays, die etwas einfacher in der Handhabung sind.
Mäuse vertreiben
Wer Mäuse dauerhaft vertreiben möchte, ist zuerst vor das Problem gestellt, dass eine Maus nur selten allein kommt. Vielmehr erscheint dieser Hygieneschädling meist im Familienverband – und aus dem wird schnell eine ganze Sippschaft. Doch wie lassen sich Mäuse nun wirkungsvoll bekämpfen? Eines der effektivsten „Mittel“ ist nach wie vor schlicht und ergreifend die Katze. Ein weiteres Mittel gegen Mäuse ist die gute alte Mausefalle. Diese wird mit einem Köder bestückt, am besten Speck oder Schokolade. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass den Mäusen der Zugang zu anderen Lebensmitteln möglichst verwehrt bleibt. Auf diese Weise wird man vereinzelten Mäusen rasch Herr.
Als Alternative zu den herkömmlichen Mausefallen, bei denen die Maus getötet wird, bietet sich die Lebendfalle an. Diese funktioniert ebenfalls nach dem Köderprinzip und macht es möglich, auf humane Weise die Mäuse vertreiben zu können – die gefangenen Tiere müssen einfach in einiger Entfernung wieder in die Natur entlassen werden.
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