Energiekosten senken – Tipps für Heizperiode

Ofen wird befeuert
Foto: MargJohnsonVA via Twenty20

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und das Laub verfärbt sich in allen erdenklichen Farbnuancen. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Herbst Einzug erhalten hat. Noch ist es für die meisten Menschen angenehm warm in den Zimmern. Doch das wird sich in den nächsten Wochen rapide ändern und das erste Mal nach dem Sommer muss die Heizung angestellt werden. Angesichts der explodierenden Energiekosten müssen sich immer mehr Menschen auf ein sparsames Verhalten einstellen. Bereits in den vergangenen Jahren war es unabdingbar effizient zu heizen, um Kosten zu sparen. In dieser Heizperiode wird es jedoch noch um einiges härter werden.

Der Lockdown und die steigenden Energiekosten

Die Jahresabrechnung für Strom und Heizung dürften im vergangenen Jahr, viele hart getroffen haben. Der Wechsel zum Homeoffice im eigenen Büro und die Schließung der Schulen haben dazu beigetragen, dass gefühlt rund um die Uhr elektronische Geräte im Einsatz waren. Auch musste zu Beginn des Jahres anders geheizt werden, wenn alle zu Hause, anstatt auf Arbeit oder in der Schule waren. Die Folgen waren für viele horrende Nachzahlungen für Strom und Heizung. Um sich diesen Schock im kommenden Jahr ersparen zu können, sollte bereits jetzt ein effektives Konzept erarbeitet werden, in dem möglichst viel Energie eingespart wird.

Wartung der Heizanlage jetzt in Angriff nehmen

Bevor die Heizung in den Dauerbetrieb geht, ist eine Wartung dringend zu empfehlen. Der Fachmann schaut genau, ob die Heizung (Lesetipp: Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung) fehlerfrei funktioniert und es keine Probleme gibt. Nicht nur die Heizung an sich, sondern auch die Heizkörper sind nun zu warten. Die Entlüftung der einzelnen Heizkörper zählt beispielsweise dazu. Wer noch keine digitale Steuerung besitzt, sollte darüber nachdenken. Sie lässt sich deutlich präziser einstellen und steuern. Zumal sich heute viele Heizungsanlagen mit entsprechenden Modulen aufrüsten lassen. Eine smarte Steuerung hilft in jedem Fall dabei, die Heizkosten zu senken und die Nutzung der Energie deutlich effizienter zu halten.

Wer noch mit Öl heizt, hat sich in der Regel schon in den Sommermonaten um eine entsprechende Auffüllung gekümmert. Ansonsten ist es jetzt allerhöchste Zeit dafür. Experten erwarten für 2021 und im kommenden Jahr einen weiteren, massiven Anstieg der Kosten. Es wird bereits jetzt vermutet, dass Verbraucher nur noch nach und nach Öl bestellen können, da sie eine volle Tankfüllung einfach nicht mit einmal bezahlen können.

Richtig heizen – darauf kommt es an

Es gibt durchaus ein paar wenige Tricks und Tipps, die das Heizen deutlich effizienter gestalten. Wichtigster Punkt überhaupt: Niemals die Heizung auf null laufen lassen. Auch nicht in der Nacht. Es ist deutlich besser, wenn die Raumtemperatur wenigstens um die 18 Grad Celsius beibehält. Zumindest in den Schlafräumen. Wohnzimmer, Kinderzimmer, Flur, Bad und Küche sollten ruhig um die 20 Grad Celsius beibehalten. Der Clou dahinter ist einfach erklärt: Es würde deutlich mehr Energie verbrauchen, einen Raum von 14 oder weniger Grad wieder auf angenehme 23 Grad hoch zu heizen. Sinn ergibt es lediglich, wenn das Haus oder die Wohnung für einen längeren Zeitraum verlassen wird. Sprich eine Urlaubsreise oder ähnliches. Hier muss allerdings im Winter daran gedacht werden, dass die Heizung zumindest im Frostschutzmodus läuft. Das verhindert das Einfrieren der Heizungsrohre und erspart eine sehr, sehr kostenintensive Reparatur.

Frische Luft ist wichtig, selbst in der kühlen Jahreszeit. Auf das richtige Lüften kommt es jetzt an. Ein Fenster bitte nicht den ganzen auf Kippe lassen. Das verschlingt unnötig hohe Heizkosten. Lieber einmal oder zweimal am Tag das Fenster komplett weit öffnen. Für ein paar Minuten und dann wieder schließen. Dann ist ein guter Luftaustausch erfolgt und die Heizung kann danach wieder durchstarten.

Um die Wärme möglichst in den Räumen zu halten, empfiehlt sich ein Raffstore. Es schützt im Sommer vor unnötig starker Sonneneinstrahlung und im Winter trägt es einen wesentlichen Teil dazu bei, dass nicht zu viel Wärme über die Fenster nach außen abgeführt wird.

Anbieter auf dem Prüfstand

Niemand ist gezwungen sein Leben lang bei ein und demselben Energieversorger zu verweilen. Viele machen es aus Bequemlichkeit und Routine. Dabei stehen in der heutigen Zeit derart viele Anbieter zur Auswahl. Es lassen sich nachweislich einige Euros einsparen, wenn der Energieversorger gewechselt wird. Allerdings gilt es hier natürlich auf ein paar wesentliche Fakten und Umstände zu achten. Zunächst einmal muss klar sein, wann und wie beim aktuellen Anbieter gekündigt werden kann. Denn die Kündigungsfrist muss eingehalten werden. Im Hinblick auf den neuen Anbieter ist es wichtig darauf zu achten, wie die Zahlungsmodalitäten sind. Es wird davon abgeraten, einen Jahresabschlag zu zahlen. Hier birgt sich leider ein nicht kalkulierbares Risiko. Geht der Anbieter bankrott, bleibt man auf den Kosten sitzen und muss erneut zahlen bei dem nächsten Versorger. Zudem sollte man sich möglichst nicht von Neukunden Boni oder ähnlichen Zahlungen locken lassen. Wichtig ist die Vertragslaufzeit. Ideal sind 12 Monate, so kann jederzeit wieder gekündigt werden.